Alexander EttlEntwicklungsingenieur (Mechatronik)
Thermostatgehäuse

Thermostatgehäuse

Bestücktes PCB, Display, CO₂-Sensor, Dreh-Druck-Knauf: Die Hochschule hatte die komplette Elektronik für die Hörsaal-Thermostatik selbst entwickelt, nur montierbar war noch nichts davon. Der Hörsaal ist öffentlicher Raum, also musste sich das Gehäuse warten lassen und trotzdem verhindern, dass jemand im Vorbeigehen die Regelung öffnet, gefertigt auf dem Maschinenpark, den die Hochschule ohnehin schon hatte.

Deckel, vier Schlossriegelhalter und der flexible Riegel wurden zu einem einzigen SLS-Teil, sechs Bauteile zu einem, der Mechanismus print-in-place mit 0,3 mm Spalt. Gedruckt federt der Riegel trotzdem; offen blieb nur, wie viele Zyklen er aushält. Dazwischen liegen sieben große Revisionen und rund hundert kleine, jede ausgelöst durch ein konkretes Problem am Vorgänger: Zugentlastung, Schraubensenkung, Lochgrößen, dazu die Bauhöhe für einen Sensor, der erst nachträglich angelötet wurde.

Aus der letzten Revision wurde eine montierte Serie, die seit dem Einbau im Hörsaal läuft, gezeigt im Konstruktionsstand, aus dem tatsächlich gefertigt wurde.

Die Hochschule hatte die Elektronik, aber kein Gehäuse
Ein Hörsaal ist öffentlicher Raum
Sechs Bauteile werden eins
Sieben Revisionen liegen dazwischen
Und hängt jetzt im Hörsaal
Thermostatgehäuse
Die Hochschule hatte die Elektronik, aber kein Gehäuse

Ein Hörsaal ist öffentlicher Raum

Sechs Bauteile werden eins

Sieben Revisionen liegen dazwischen

Und hängt jetzt im Hörsaal

Kurz und knapp

Kontext
Auftragsarbeit für die Hochschule
Zeitraum
Winter 2024/25 · 3 Monate, ~150 h
Rolle
Einzelprojekt, betreut von Prof. Kostas Medugorac und Prof. Fröhlich.
Disziplinen
Mechanik und Industriedesign
Nachweis
gebauter Prototyp, dokumentierte Iterationen und Fertigungsverfahren

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