
Elektromagnetisches Pneumatikventil
Der erste Entwurf war zu schwach und thermisch zu groß.
Aktorkonstruktion, Hochschule München, Winter 2025/26 · 3 Monate

So verlässt ein mtu-Motor der 2000/4000-Reihe die Fertigung: sichtbare Technik, aber keine gestaltete Oberfläche. Genau das war die Aufgabe, gestellt in Zusammenarbeit mit mtu und Rolls-Royce Power Systems. Der Ansatz: Eingang, Blackbox, Ausgang. Eine Hülle, die nicht erklärt, was innen passiert, sondern eine ruhige, moderne Fläche schafft, statt sich technisch zu geben.
Der erste Versuch war eine geschlossene, glänzende Verkleidung mit eingelassenem mtu-Logo und Ausschnitten, die nur die nötigsten Bauteile zeigten, mit Konsumelektronik als Vorbild statt dem Maschinenbau. Referenzen für den Materialwechsel kamen bewusst nicht aus dem Maschinenbau: ein durchsichtiges Oldtimer-Chassis und Medizinprodukte für die Transparenz, Parfümflakons für die emotionale Wirkung, Schlauchsysteme für den Rahmen.
Rahmen und mattierte Fläche zusammen, das mtu-Logo bleibt darunter sichtbar. Doch die geschlossene Hülle verdeckte zu viel von dem, was den Motor eigentlich ausmacht. Der Wechsel: ein zweiter, mattierter Werkstoff mit sichtbarem Rahmen, der die Technik durchscheinen lässt, ohne sie offenzulegen.
Am Ende blieb der Rahmen sichtbar und die Fläche wurde zur Marke, mit einem parametrischen Lüftungsraster, das sich über die ganze Baureihe wiederholen lässt. Das kleine 3-D-gedruckte Modell diente nur dazu, die Form in der Hand zu prüfen, nicht als Ausstellungsstück. Im Einsatz sieht man davon kaum noch etwas: zwei dieser Motoren, nebeneinander im Maschinenraum einer Yacht.






















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