
Elektromagnetisches Pneumatikventil
Der erste Entwurf war zu schwach und thermisch zu groß.
Aktorkonstruktion, Hochschule München, Winter 2025/26 · 3 Monate

Der KINEXON SafeTag warnt Mitarbeitende in Echtzeit vor zu nahem Kontakt, ausgeliefert aber in einer durchsichtigen Ausweishülle am Gürtelclip: praktisch für ein Büro, unpraktisch für die Werkshalle. Erste Tests zeigten aufs Handgelenk. Am Ende kartierte ich elf mögliche Trageorte gegen die Anforderungen der Produktion, von der Brusttasche bis zum Schuh, und kürzte die Liste auf vier engere Kandidaten. Die vorhandene Halterung war ein starrer Metallrahmen, sichtbar und kalt am Körper. Der Neuentwurf ersetzt ihn durch ein zweiteiliges Kunststoffgehäuse mit weichem Rand.
Silikon hätte im Werkseinsatz Schaden genommen, wäre mit der Zeit gekrochen und wie alte Handyhüllen vergilbt. Ein isochrones Spannungs-Dehnungs-Diagramm und eine FE-Analyse über 10.000 Stunden zeigten, dass ein festes Kunststoffgehäuse diese Belastung stattdessen dauerhaft aushält. Der allererste, günstige Prototyp bestand nur aus Stoff und einer Wäscheklammer, und der Klettverschluss auf der Rückseite gab die Kontakte für ein Pogo-Pin-Ladegerät frei. Die Explosionsdarstellung zeigt, wie festes Frontcover und flexible Rückplatte den SafeTag sicher zusammenhalten.
Entwurf eins spannt ein gewebtes Band direkt über das Gehäuse. Kein Metall ist mehr sichtbar, aber die quadratische Form trägt am Körper noch auf. Entwurf zwei rundet die Form zum Anhänger und ersetzt das Band durch einen zweifach schlaufigen Silikonclip, inspiriert von Rucksackschnallen mit redundanter Verriegelung. Der finale Entwurf wurde 3D-gedruckt und auf einem gewebten Gummiband durch den Gürtel gefädelt getestet: flach, ohne sichtbares Metall, ohne den Auftrag einer Ausweishülle.

























Der erste Entwurf war zu schwach und thermisch zu groß.
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